Warum erzielen Elektroinstallationsunternehmen so hohe Bewertungen?

Einleitung
Auf dem Schweizer Markt für Unternehmensübernahmen zeichnen sich Unternehmen aus dem Bereich Elektroinstallation durch besonders attraktive Bewertungsmultiplikatoren aus. Während viele Handwerksbetriebe Mühe haben, Nachfolger zu finden, profitieren Elektroinstallationsunternehmen von einer starken Nachfrage und werden oft über dem Branchendurchschnitt gehandelt.
Diese Situation ist kein Zufall. Sie resultiert aus dem Zusammentreffen mehrerer struktureller Faktoren, die den Wert dieser Unternehmen schützen und stärken: eine wachsende Nachfrage, getragen von der Energiewende, regulatorische Barrieren, die den Wettbewerb begrenzen, und bewährte Geschäftsmodelle, die stabile Margen generieren.
Für Verkäufer wie für Käufer ermöglicht das Verständnis dieser Mechanismen eine genauere Einschätzung des Wertes eines auf Elektroinstallation spezialisierten Bauunternehmens. Dieser Artikel analysiert die fünf Säulen, die erklären, warum diese Unternehmen so hohe Bewertungen erzielen, und was dies konkret für eine Nachfolge bedeutet.
📌 Zusammenfassung (TL;DR)
Elektroinstallationsunternehmen weisen überdurchschnittliche Bewertungen auf, dank fünf Schlüsselfaktoren: eine strukturell starke Nachfrage, getragen von der Energiewende und der Digitalisierung, regulatorische Barrieren, die die Margen schützen, solide finanzielle Fundamentaldaten mit stabiler Rentabilität, ein diversifizierter Kundenstamm zwischen Privatpersonen und Geschäftskunden sowie attraktive EBITDA-Multiplikatoren, die die Solidität der Branche widerspiegeln.
📚 Inhaltsverzeichnis
Eine strukturell starke Nachfrage
Elektroinstallationsdienstleistungen profitieren in der Schweiz von einer konstanten und wachsenden Nachfrage. Jedes Gebäude benötigt Installationen, die den ESTI-Normen entsprechen, und die obligatorischen periodischen Kontrollen generieren einen regelmässigen Strom an Aufträgen.
Die Energiewende verstärkt diesen Trend. Die Installation von Photovoltaikanlagen, Ladestationen für Elektrofahrzeuge und Hausautomationssystemen schafft neue, schnell wachsende Märkte. Gut positionierte Elektroinstallationsunternehmen profitieren von diesem Wachstum.
Der Schweizer Immobilienbestand wächst weiter, und energetische Sanierungen nehmen zu. Diese strukturelle Dynamik sichert den Elektroinstallationshandwerksbetrieben eine langfristige Planbarkeit und eine starke Nachfrage, die wenig anfällig für Konjunkturzyklen ist.
Eintrittsbarrieren, die den Wert schützen
Der Beruf des Elektrikers ist durch strenge regulatorische Barrieren geschützt. Eine Berufsausübung ist ohne EFZ als Elektriker und einen eidgenössischen Fachausweis zur Leitung eines Unternehmens unmöglich. Die ESTI-Bewilligung ist obligatorisch für die Ausführung elektrischer Installationen.
Diese Anforderungen begrenzen den unkontrollierten Wettbewerb und erhalten gesunde Margen. Die notwendigen Investitionen in Ausrüstung, Fahrzeuge und Versicherungen stellen ein zusätzliches Hindernis für neue Marktteilnehmer dar.
Der Fachkräftemangel stärkt die Position etablierter Unternehmen. Die Ausbildung eines Elektrikers dauert mehrere Jahre, und Kandidaten sind rar. Diese Situation begünstigt bereits operative Handwerksbetriebe mit einem ausgebildeten Team und einem soliden lokalen Ruf.
Solide finanzielle Fundamentaldaten
Elektroinstallationsunternehmen weisen attraktive Finanzprofile auf. Die Bruttomargen liegen in der Regel zwischen 35% und 45%, ein Niveau, das über dem vieler anderer Baugewerbe liegt.
Wartungsverträge generieren vorhersehbare wiederkehrende Einnahmen. Diese regelmässigen Mandate stabilisieren die Liquidität und reduzieren die Abhängigkeit von neuen Baustellen. Die Cashflows sind dank angemessener Zahlungsfristen in der Regel gesund.
Die Diversifizierung der Aktivitäten (Neubau, Renovation, Notdienst, Wartung) begrenzt sektorale Risiken. Diese finanzielle Stabilität erklärt, warum auf Elektroinstallation spezialisierte Bauunternehmen so viele Nachfolger anziehen und bei einer Übernahme hohe Bewertungen erzielen.
Ein diversifizierter und treuer Kundenstamm
Gut geführte Elektroinstallationsunternehmen pflegen ein ausgewogenes Kundenportfolio: Privatpersonen, lokale Unternehmen, Immobilienverwaltungen, öffentliche Körperschaften. Diese Diversifizierung reduziert das Konzentrationsrisiko erheblich.
Wartungsverträge schaffen eine dauerhafte Kundenbeziehung. Eine Verwaltung, die die Wartung ihres Immobilienbestands anvertraut, stellt über mehrere Jahre hinweg ein stabiles Einkommen dar. Zufriedene Privatpersonen empfehlen weiter und kehren für neue Projekte zurück.
Diese natürliche Kundenbindung stellt bei einer Nachfolge einen wichtigen immateriellen Vermögenswert dar. Ein Stamm wiederkehrender Kunden wird besser bewertet als ein volatiles Portfolio, das von einigen wenigen grossen punktuellen Baustellen abhängig ist. Dies ist ein Schlüsselfaktor bei der Bewertung eines Elektroinstallationsunternehmens.
Attraktive Bewertungsmultiplikatoren
Gut etablierte Elektroinstallationsunternehmen werden in der Regel mit dem 4- bis 6-fachen des EBITDA gehandelt. Diese Multiplikatoren spiegeln die Qualität der Fundamentaldaten und die Wachstumsperspektiven der Branche wider.
Mehrere Faktoren beeinflussen die Bewertung: die Qualität des Auftragsbestands, die Wiederkehrrate der Einnahmen, der lokale Ruf, die Solidität des bestehenden Teams und die Diversifizierung des Kundenportfolios.
Ein Unternehmen mit 40% wiederkehrenden Einnahmen und einem autonomen Team erzielt einen höheren Multiplikator als eine vom Geschäftsführer abhängige Struktur. Um eine erste Schätzung Ihres Elektroinstallationsunternehmens zu erhalten, ermöglicht das Bewertungstool von Leez eine Bandbreite basierend auf den in der Schweiz anerkannten Bewertungsmethoden.
Elektroinstallationsunternehmen profitieren von strukturellen Vorteilen, die ihre attraktive Bewertung auf dem Nachfolgemarkt erklären. Eine durch die Energiewende getragene Nachfrage, schützende Eintrittsbarrieren (Qualifikationen, Bewilligungen, Ausrüstung), solide finanzielle Fundamentaldaten und ein diversifizierter Kundenstamm bilden eine beruhigende Grundlage für Nachfolger.
Diese Faktoren führen zu Bewertungsmultiplikatoren, die in der Regel über dem Durchschnitt des Handwerkssektors liegen, wobei Transaktionen für gut strukturierte Unternehmen oft zwischen dem 4- und 6-fachen des EBITDA abgeschlossen werden. Die Stabilität des Umsatzes und die Wiederkehr der Wartungsverträge verstärken die Attraktivität dieser Dossiers zusätzlich.
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